Gastrointestinale Stromatumoren (GIST) sind wie kaum eine andere Tumorentität aus der Gruppe der Weichgewebstumoren in das Zentrum des onkologischen Interesses getreten. Dies liegt maßgeblich daran, dass nicht resektable oder metastasierte Tumoren bislang keiner systemischen Behandlung zugänglich waren.
Durch die Einführung des Wirkstoffes Imatinib (Glivec®) steht in der Onkologie ein neues Prinzip zur Verfügung, welches auf der Hemmung einer Rezeptortyrosinkinase durch einen spezifischen Inhibitor beruht. Im Falle der GIST wird der durch Mutationen aktivierte Kit-Rezeptor, der maßgeblich an der Entstehung von GIST beteiligt ist, gezielt gehemmt.
Die korrekte Diagnose und optimale Therapie von Patienten mit GIST stellen eine interdisziplinäre Herausforderung dar:
- für den Gastroenterologen im Rahmen der Diagnostik
- für den Chirurgen, der den Tumor operativ entfernt
- für den Pathologen, der die Diagnose sichert
- für den Onkologen, der den Patienten medikamentös behandelt
Der Vorstand des Deutschen GIST Registers



